Traumaarbeit

Somatic Experiencing & NARM körperzentrierte Methoden um Trauma zu lösen und integrieren

Das Wort Trauma bezieht sich im normalen Wortgebrauch oft nur auf sehr schwerwiegende Erfahrungen, aber es ist ein viel durchdringenderer und allgegenwärtiger Teil des Lebens. Die meisten von uns waren schon irgendwelchen überfordernden Situationen ausgeliefert, und während vieles sich wieder von selbst löst, gibt es Momente wo wir irgendwie nicht mehr zu unserer inneren Balance zurückkommen.

Wenn das passiert konnte der Körper die Energie die er für die Gefahr – ob real oder so empfunden – mobilisierte (der Flucht, Kampf oder Erstarrungsmodus) nicht mehr loswerden, und sie bleibt im Körper „stecken“. Es fühlt sich dann so an als wäre das Trauma oder die Überforderung noch immer real am Geschehen, oder es drückt sich oft viel später in verschiedensten Symptome aus, wie z.B. chronischen Verspannungen, Schmerz, Krankheit, Angst und Panik, Schlafstörungen, emotionaler Instabilität, Albträume etc. Manchmal ist ein direkter Zusammenhang der Symptome zu bestimmten Ereignissen nachvollziehbar, manchmal erscheinen sie rätselhaft und scheinen zuerst keinen Sinn zu ergeben.

In den letzten Jahrzehnten hat sich zum Glück das Verständnis und das Wissen über die Auswirkungen von chronischem Stress, Überforderung und Trauma auf Körper, Nervensystem und Geist enorm weiterentwickelt.Peter Levine, der Begründer von Somatic Experiencing, hat entdeckt dass Trauma nicht von dem traumatischen Ereignis ausgelöst wird, sondern von der Energie die als Reaktion auf die Bedrohung im Körper mobilisiert wurde. Wenn diese Energie sich nicht mehr lösen und integrieren konnte, kann sie zu verschiedenen Problemen und Unausgeglichenheit im Nervensystem führen.

Zudem gibt es viel mehr Verständnis darüber dass oftmals auch anscheinend „nebensächliche“ Ereignisse, vor allem aus der Kindheit, durchaus auch einen traumatischen Eindruck im Körper hinterlassen können. Gerade bei entwicklungsbedingtem Trauma, wo wir es mit ganz frühen Überforderungen oder einer chronischen Abwesenheit von Ressourcen und guter Bindung zu tun haben, gibt es oft keine spezifischen Erinnerungen an etwas, aber unser Körper erinnert sich – und die Intelligenz unseres Systems ist immer noch auf der Suche nach Heilung und Lösung dieser verkörperten Überforderung von Stress oder Angst.

Mein Hintergrund in der Trauma Arbeit

Meine Arbeit basiert hauptsächlich auf Somatic Experiencing® (SE), einer körperorientierten Methode zur Lösung und Integration von Trauma, die von Dr. Peter Levine entwickelt wurde.Ich bin zertifizierter SEP (SE Practitioner) seit 2011 und auch Teil des Assistententeams von Itta Wiedenmann (Institut für Neurotracking, München) einer der etabliertesten SE Lehrern in Europa. Zusätzlich bilde ich mich kontinuierlich weiter in neuen Entwicklungen im Bereich Traumatherapie und praktische Anwendungen der Gehirnforschung. Vor allem das vertiefte Verständnis der Bindungstheorie im Zusammenhang mit Trauma ist für alle Aspekte meiner Arbeit eine wesentliche Grundlage. Eine Auswahl von anderen Lehrern mit denen ich entweder gelernt habe, oder deren Arbeit mich wesentlich beeinflussen: Marianne Bentzen (Neuroaffective Psychotherapy), Diane Heller (DARE), Daniel Siegel (Mindsight), Bessel van der Kolk und etliche andere.

Alle Bereiche meiner Arbeit sind eingebettet in das Verständnis um die Dynamik von Trauma und Bindung im menschlichen Erleben.Ich biete Einzelsitzungen zur Traumaarbeit auf der Basis von SE an, und ich halte auch Workshops zur Selbst-Regulation und Potenzialentfaltung anhand dieser Prinzipien.Diese Arbeit hat mich nun seit über 10 Jahren so tief beeinflusst, sodass sich die Essenz davon in allem was ich mache ausdrückt.

Trauma und Spiritualität

Mein vielleicht tiefstes Interesse besteht an der Verbindung und Überschneidung von Trauma und Spiritualität. Durch meinen eigenen Weg, vertiefte Beschäftigung mit dem Thema und vor allem der Arbeit mit Menschen in den letzten 15 Jahren hat sich die Gewissheit darüber dass beide Dimensionen viel voneinander zu lernen haben, beständig vertieft. Wie sich durch unzählige Studien in den letzten Jahren gezeigt hat, kann klassische Therapie in der Behandlung von Trauma enorm von Achtsamkeitspraxis und sprirituellen Zugängen profitieren.

Manche Vorreiter der Traumatherapie wie zum Beispiel Bessel van der Kolk (in seinem bahnbrechenden neuen Buch „Verkörperter Schrecken“) halten es sogar für eine fundamentale Notwendigkeit in der erfolgreichen Verarbeitung von Trauma. Genauso kann und sollte auch Meditation und Spiritualität viel von dem verfeinerten Verständnis über das Wirken von Trauma und Dissoziation in Körper und Geist lernen. Ansonsten kann es immer wieder dazu führen dass wir spirituelle Erfahrungen und Anweisungen dazu verwenden uns von den Bereichen die am meisten Aufmerksamkeit in uns benötigen würden, abzuwenden. Der Begriff Spiritual Bypassing (zu deutsch vielleicht: spirituelle Umgehung) hat in den letzten Jahren auch mehr Verbreitung gefunden, und beschreibt das Phänomen wie wir spirituelle Praxis und sogar Weisheitslehren dazu verwenden können um die eigentlichen Herausforderungen des Lebens zu vermeiden.

Wenn wir das Verständnis von Trauma in Spiritualität integrieren, bekommen wir einen viel tieferen Blick auf das was wir in Meditation or jeglicher anderer Praxis wirklich machen, und es ermöglicht einen völlig anderen Blick auf teilweise sehr hartnäckige und tiefe innere Strukturen. Besonders frühkindliche Erfahrungen oder entwicklungsbedingtes Trauma liegt oft unter dem Radar unseres bewussten Erlebens, und kann dadurch die Art und Weise wie wir dem Leben, aber auch Meditation und Entwicklung begegnen ganz grundsätzlich beeinflussen. Oft sind es intime Beziehungen wo wir unseren größten Herausforderungen begegnen und haben daher vielleicht eine Tendenz Spiritualität in einer Weise zu interpretieren die uns ein wenig vom tiefen Einlassen in Kontakt und in die ganze Komplexität menschlicher Interaktion abhält. Andere tragen möglicherweise ein tiefes Verlangen nach Intensität im Erleben in sich, und finden es schwierig oder einfach langweilig Konstanz, Regelmäßigkeit und Verläßlichkeit in Beziehung und ins Leben allgemein zu bringen.

Solche Beispiele können uns auf die Spur von fehlender Integration früher Erlebnisse bringen, die sich nach Heilung oder Entwicklung sehnen. Das sind dann genau die Bereiche wo „stilles Verweilen und Beobachten“ (das Zeugenbewusstsein) allein und auf dem Meditationskissen nicht mehr ausreicht. Um unseren blinden Flecken wirklich zu begegnen brauchen wir auch geschulten und gleichzeitig fürsorglichen Kontakt. Jedes Trauma hat auch mit dem Abbruch von Kontakt und Verbindung zu tun, und die Lösung und Weiterentwicklung kommt immer durch das richtige Angebot im menschlichen Kontakt.

Menschen die mit solchen Themen gearbeitet haben, berichten danach oft dass sich die Qualität im Erleben von Beziehung – mit sich selbst und mit anderen Menschen – völlig verändert und auf ein ganz neues Level gehoben hat. Wenn du dich von dem Thema angesprochen fühlst, kannst du einfach mit mir Kontakt aufnehmen, und wir schauen gemeinsam wie wir damit arbeiten können.

Über die Methode Somatic Experiencing (SE)

Somatic Experiencing® (SE) ist ein körperzentrierter Ansatz zur Lösung von Trauma. SE basiert auf dem Verständnis, dass wir als Menschen bereits die Fähigkeit zur Heilung von allen traumatischen Erlebnissen in uns tragen. Dieser Ansatz verhilft dem Menschen wieder zu einer funktionierenden Selbst-Regulation, und macht das Erleben von Lebendigkeit, Entspannung und Ganzheitlichkeit wieder möglich, eine Erfahrung die traumatisierten Menschen oft nicht mehr zugänglich ist.

SE ist ein Weg wie festsitzende alte Überlebensmuster im Körper in sicherer Weise aufgespürt und zur Auflösung eingeladen werden können. Der Prozess stellt dabei sicher dass keine Re-traumatisierung passiert, da die Energie nur in kleinen und integrierbaren Stücken entladen wird. Somatic Experiencing macht sich das Lebensprinzip von Zyklen zu Nutze, wo alles durch die Polarität von Anspannung/Entspannung, Schmerz/Genuß usw pendelt – aber in einem Maße dass die Integration und Verarbeitung gestauter Energie unterstützt.
Dieser rhythmische Prozess im inneren Erleben unterstützt Klienten wieder eine größere Kapazität für gesundes Empfinden und gleichzeitig eine verstärkte Resilienz gegenüber Stress und Herausforderung zu entwickeln. Energie kann wieder natürlich fliessen und der Moment präsent und ungetrübt von alten Erfahrungen erlebt werden.

Diese Sitzungen unterstützen auch die Bewusstwerdung über grundsätzliche Verhaltensmuster und die Art und Weise wie wir das Leben körperlich, emotional und gedanklich erleben. Wenn sich instinktive Stressmuster zu lösen beginnen, haben wir eine große Chance auch gleichzeitig aus tiefen Verhaltens- u. Verteidigungsmustern auszusteigen, und können die freigewordene Energie für mehr Entspannung, Freude und Klarheit verwenden.
Ein großes Geschenk dieser Arbeit liegt darin diese Veränderung wirklich verkörpern zu können, und es ermöglicht tieferen und oft unbewussten Schichten etwas zu verstehen, was der Verstand oftmals schon lange zuvor verstanden hatte.
Es ermöglicht wieder das natürliche Gleichgewicht von Entspannung und der Lust an Veränderung und Lernen.

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»ICH BIN EIGENTLICH MIT KEINEM ANLIEGEN GEKOMMEN, ES WAR EHER DAS GEFÜHL, DASS ES NICHT GANZ STIMMIG IST WIE ICH IN MANCHEN SITUATIONEN FÜHLTE UND OFT AUCH UNVERHÄLTNISMÄSSIG REAGIERT HABE«

„Wir sind ganz schnell bei meinen ganz frühen Erlebnissen aus der Kindheit gelandet. Für mich war es sehr berührend wie einfühlsam und doch dann auch entschieden du mich durch die diversen Situationen geführt hast, mit Gespräch, mich den Körper fühlen lassen und auch durch emphatische Berührung.

Der Prozess hat mir geholfen, dass ich jetzt bei Stress angemessener und authentischer reagiere, dass ich mich in meinem Körper viel häufiger wohl fühle, und entspannter auf frühe, schlimme Erlebnisse zurückblicke. Großen Dank.“
(Wilfried)

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